Lechaschau ist mit seinen 2000 Einwohnern der ideale Ort um sich zu erholen und neue Kräfte zu tanken.
Getrennt durch Tirols größten Wildwasserfluss – den Lech – liegt es nur wenige Gehminuten vom Markt
Reutte entfernt. Im Frühling, Sommer und Herbst ist Lechaschau der perfekte Ausgangspunkt für herrliche
Wanderungen, Kletterpartien oder Radtouren. Im Winter bieten sich Skilanglauf, Ski Total auf dem Hahnen-
kamm, Schneeschuhwanderungen, Eisklettern, sowie Pferdeschlittenfahrten optimal an. Weitere Freizeit-
möglichkeiten sind Tennis, Schwimmen, Surfen, Segeln, Pferdekutschenfahrt, Laternenwanderung mit
Glockenläuten, Almwanderung, Ponytag für Kinder, Walking für Frühaufsteher, Canyoning in den
Stuibenfällen, Bergtour auf den Thaneller und vieles mehr.
Reutte in Tirol liegt auf 854m Seehöhe und ist mit 6.200 Einwohnern Verwaltungszentrum, kultureller
und verkehrstechnischer Mittelpunkt des Außerferns. Umsäumt von Bergen liegt die Marktgemeinde in-
mitten eines weiten Talbeckens am Lech. Reutte ist Ausgangspunkt für mehrere Buslinien innerhalb des
Bezirkes, nach Innsbruck, Imst und nach Bayern. Der Name Reutte bedeutet „Roden des Waldes“ und weist
auf die einstige Rodungstätigkeit hin. Recht jung ist seine Geschichte und legte seine Schwerpunkte
auf die Bereiche Industrie, Handel, Gewerbe und Fremdenverkehr. Einige Berühmtheiten gehen aus der
Marktgemeinde hervor: die musikalische Engelfamilie oder die Barockmalerfamilie Zeiller sind nur
Beispiele.
Das Zeiller-Haus
Auch genannt das „Schöne Haus“, blieb von den Reuttener Großbränden in den Jahren 1703 und 1704
verschont. Während an der Südseite des Gebäudes Freskenfragmente aus dem 1600 zu datieren sind,
stammen die Fassadenmalereien an den drei anderen Seiten des Hauses von dem Barockmaler und
„Kaiserlichem Hofmaler“ Johann Jakob Zeiller (1710 – 1783). Dessen Bruder Franz Anton Zeiller
(1716 – 1794) war der „Hofmaler des Fürstbischofs in Brixen“. Im Zeiller-Haus hatte deren Vater
Paul Zeiller (1658 – 1738) – gilt auch als Begründer der Außerferner Malerschule – seine Werkstätte.
Das Grüne Haus
Jüngst entdeckte Renaissancemalereien im 2. Stock des Hauses belegen, dass es aus der 2. Hälfte des
16. Jahrhunderts stammen dürfte. Die Fassadendekorationen auf grünem Grund führte Johann Jakob Zeiller,
im Auftrag der nachweisbaren Inhaber die Schwestern von Strelle, aus. Unter dem Giebel, um das mittlere
Fenster, ist die Darstellung der „Hl. Dreifaltigkeit“ symmetrisch auf Wolken gruppiert. Weitere beein-
druckende Architekturmalereien schmücken das Haus. 1986 erwarb die Marktgemeinde Reutte das Haus aus
Privatbesitz. Anlässlich der 500-Jahr-Feier der Markterhebung in Reutte, wurde das Haus grundlegend
renoviert. Dafür wurde das Gebäude mit dem internationalen „Europa-Nostra-Verdienstdiplom“ ausgezeich-
net. Seit 1990 ist das Reuttener Heimatmuseum dort untergebracht und gibt interessante Einblicke in
die künstlerische und handwerkliche Entwicklung des Außerferns.
Das Festungsensemble Ehrenberg ist ca. 3km von der Romantik Krone entfernt. Es besteht aus vier ver-
schiedenen Anlagen: der Burgruine Ehrenberg mit Schlossanger (1296), der Klause mit ruinösem Ostflügel
und Vorwerken (1317), dem Fort Claudia mit Sternschanze (1645) und der Festung am Schlosskopf mit Kaser-
nengebäude und Aussichtsturm (1741). Der Eintritt ist frei. Rund um das Festungsensemble finden Sie Rad-
und Wanderwege, eine intakte Natur und spektakuläre Aussichten. Ein garantiert unvergessliches Erlebnis
sind die beliebten Nachtfackelwanderungen auf die Ruine Ehrenberg, die jeden Montag vom Tourismus-
verband Naturparkregion Reutte angeboten werden.
Umgeben von 2000 m hohen Bergen ist der Urisee bekannt für sein 27 m tiefes, kristallklares Wasser
und seinen hohen Bestand an Barsch, Forelle und Karpfen. Das Wasser ist erfrischend und im Sommer
ein beliebter Ort zum Schwimmen und Sonnenbaden. Der See eignet sich hervorragend zum Tauchen.
Eine Tauchergenehmigung muss beantragt werden.
Der Plansee beginnt etwa 6km entfernt von der Romantik Krone. Mit mehr als sechs Kilometern Länge
und ca. fünf Quadratkilometern Größe schmiegt er sich zwischen den Bergrücken von Zwiesel- und
Spießberg und vereinigt sich mit dem Heiterwangersee. Er ist der zweit-größte See Tirols und bis zu
76,5 Meter tief. Der See ist nicht nur sehr klar, er hat auch Trinkwasserqualität und im Sommer bietet
er Unterwasser-Sichtweiten von 18 bis 20 Metern. Im Sommer erwärmt er sich bis auf 20 Grad Celsius.
Sie finden am Plansee erholsame Ruhe, aber auch Sommeraktivitäten wie Tauchen, Segeln, Windsurfen,
Fischen, Biken und Wandern. Im Winter treffen sich hier viele zum Eislaufen. In dieser einzigartigen
Bergwelt wird Ihr Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Täglich verkehren Schiffe (MS Wilhelm & MS Margarethe) auf dem See. So können Sie beispielsweise eine
1 ½ stündige Wanderung machen und per Schiff wieder retour fahren. Unter dem Motto „Genuss am See“
bietet sich auch ein Seefrühstück oder ein Abend bei einer Themenfahrt wie „Wein und Fisch“ oder
„Grillerlebnis am Holzkohlengrill“ an.
Schifffahrt Heiterwanger- und Plansee:
www.fischeramsee.at
Namensgeber dieses Tals ist Tirols größter Wildwasserfluss: der Lech. Dieser findet seinen Ursprung
in Vorarlberg, nahe dem bekannten Wintersportort Lech am Arlberg und mündet nach 264km in die Donau.
Entlang des Lechs finden Sie einen Vogel-Erlebnispfad und von Mitte Mai bis Mitte Juni blüht hier
der geschützte Frauenschuh.
Das Lechtal erstreckt sich von der Gemeinde Lechaschau bis Steeg und zeichnet sich durch seine Ursprüng
lichkeit und Unberührtheit aus. Durch die sanfte Angebotsgestaltung ist das Lechtal fernab von jeglichem
Massentourismus und ein absolutes Muss für jeden Ruhe- und Erholungssuchenden. Zahlreiche Wanderwege
führen durch die Lechtaler Bergwelt, vorbei an 48 bewirteten Almhütten. 148km bestens gepflegte Lauf-
und Walkingstrecken führen durchs ganze Lechtal und auch mit dem Rad kommt man ohne Schwierigkeiten voran.
Elbigenalp
Die 800 Seelengemeinde Elbigenalp ist der Hauptort der Talschaft und somit einwohnermäßig die größte
Ortschaft im Tal. Die Pfarrkirche Elbigenalp ist die älteste Seelsorgstation im Lechtal und eine der sehens-
wertesten Kirchen im Außerfern. Johann Jakob Zeiller, der bekannte Barockmaler, malte hier um 1776.
Das Dorf ist auch Heimat der Schnitzschule. In vier Klassen werden die Schüler in der Holzschnitzkunst,
bei Begabung bis zur Meisterprüfung ausgebildet. Der Besuch der Ausstellungs-Verkaufsräume ist zu
empfehlen.
Die Geierwally
Anna Stainer-Knittel (* 1841 in Elbigenalp) war eine Porträt- und Blumenmalerin. Bekannt wurde sie unter
dem Beinamen „Geierwally“, da sie sich mit 17 Jahren bereit erklärte, an einem Seil hängend einen Adler-
horst in einer Felswand auszunehmen. Diese Taktik sollte einen Angriff des Adlers auf die umliegenden
Schafherden verhindern. Da sich nach einem tragischen Unfall niemand mehr zu dieser Tat freiwillig meldete,
ließ sich die junge Frau abseilen. Das Vorhaben der Anna Stainer-Knittel wurde in vielen Heimatfilmen
dramatisiert dargestellt.
|